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Bei Beschwerden trotz Corona zum Arzt

iMusi PulsuhrenSchon seit einigen Wochen berichten immer mehr Krankenhäuser, dass sie weniger Patienten mit Schlaganfall oder Herzinfarkt behandeln müssen. Dies käme jedoch nicht daher, dass es zu Zeiten von Corona weniger Menschen gibt, die darunter leiden. Das eigentliche Problem besteht darin, dass die Betroffenen gar nicht erst den Arzt aufsuchen, um sich behandeln zu lassen. Der Gedanke an ein volles Wartezimmer und die Angst vor einer Ansteckung schreckt ab. Selbstverständlich kommt der Gedanke auf, nicht bei jeder Kleinigkeit gleich den Doktor aufzusuchen, doch es gibt Beschwerden, bei denen ein Arztbesuch unumgänglich und umso wichtiger ist. Doch wie geht man dies in der derzeitigen Corona-Pandemie am besten an?

Eine gute Gesundheit ist gleich Prophylaxe

Bei Beschwerden trotz Corona zum ArztBesonders bei chronischen Krankheiten oder akuten Beschwerden ist es nach wie vor wichtig, einen Arzt aufzusuchen. Für gewöhnlich haben die meisten Menschen daneben die typischen Vorsorgetermine bei Spezialisten, bei denen sie jedoch nicht wissen, ob sie diese überhaupt wahrnehmen sollen.

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Eines ist klar: Vor einer Ansteckung fürchten sich im Augenblick viele. Trotzdem sollte man seine eigene Gesundheit nicht aufs Spiel setzen, indem man bei Beschwerden den Arztbesuch vermeidet. Für chronisch Erkrankte ist der Besuch beim Arzt umso wichtiger, um sich zu schützen. Denn wer nicht frühzeitig etwas gegen seine Beschwerden unternimmt, gefährdet unter Umständen seine gesamte Gesundheit. Der Körper wird anfälliger für die Viren und somit ist die Gefahr, sich doch noch anzustecken, eher erhöht.

Generell wird empfohlen, Termine für geplante Operationen oder stationäre Kontrolltermine in jedem Fall wahrzunehmen und nicht auf die lange Bank zu schieben. Denn so lässt sich gleichzeitig eine gewisse Prophylaxe betreiben, dass falls es zu einer Ansteckung kommt, diese vielleicht nicht einmal so schlimm ausfällt.

Wann ein Arztbesuch unabdingbar ist

Zunächst ist es empfehlenswert, bei Beschwerden den Arzt anzurufen und nachzufragen, ob eine Behandlung überhaupt notwendig ist. Haben Sie einen Vorsorge- oder Check-Up-Termin beim Arzt, lassen sich diese eventuell verschieben. Leiden Sie jedoch unter akuten Beschwerden, sollten Sie nicht zögern. Mit dazu gehören beispielsweise Schmerzen oder Fieber. Selbst eine einfache Blasenentzündung sollte nicht unbehandelt bleiben, da diese auf lange Sicht weitaus mehr Probleme bereiten kann.

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Achtung: Liegen chronische Krankheiten vor, oder man nimmt eine Therapie in Anspruch, sollten die Termine unbedingt eingehalten werden. Jene, die einer Risikogruppe angehören, sind in jedem Fall auf eine Versorgung angewiesen. Mit dazu gehören Parkinson- oder Krebs-Patienten, sowie Diabetiker.

Bei welchen Leiden besteht Alarm?

Es gibt bestimmte Symptome, die einer zwingenden Behandlung bedürfen und bei denen die Aufschiebung des Arztbesuchs unter Umständen tödlich enden kann. Mit dazu gehört:

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  • Verdacht auf Schlaganfall: einseitige Lähmungen oder Sehstörungen können ein Symptom sein, selbst wenn sie nur vorübergehend auftreten. Hier kommt es auf jede Minute an.
  • Zahnschmerzen: Sie sind immer ein guter Grund, um zum Arzt zu gehen. Häufig bessern sich die Schmerzen nur vorübergehend und kommen dann umso stärker zurück. Je nachdem, welche Problematik vorliegt, kommt es zu gefährlichen Krankheiten. Deshalb ist ein Arztbesuch unbedingt zu empfehlen.
  • Schilddrüse: Wer ohnehin an einer Schilddrüsenkrankheit leidet, achtet mehr auf seine Gesundheit. Plötzlicher Gewichtsverlust, starkes Herzklopfen oder akuter Durchfall sind immer Zeichen, die einen Arztbesuch rechtfertigen.
  • Herzproblematiken: Wer unter Atemnot leidet, oder akuten Brustschmerzen, sollte sofort einen Notarzt aufsuchen. Die Ursache könnte eine verschlossene Herzkranzarterie sein, die umgehend geöffnet werden muss. Wartet man Stunde um Stunde, stirbt das Herzmuskelgewebe zunehmend ab.
  • Probleme in der Brust: Frauen die Knoten in der Brust spüren, bei denen eventuell sogar ein blutiges Sekret aus der Brustwarze austritt, oder deren Lymphknoten vergrößert sind, sollten in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Diese Symptome können darauf hindeuten, dass sie unter Brustkrebs leiden. Ein Ultraschall, sowie eine Mammographie sind dann unerlässlich.
  • Bandscheibenvorfälle oder Entzündungen: Ein deutliches Zeichen, dass etwas mit der Wirbelsäule nicht stimmt, besteht darin, dass während des Wasserlassens oder dem Stuhlgang Lähmungserscheinungen in den Beinen auftreten. Diese Probleme müssen rasch behandelt werden, um weitere Schäden zu verhindern.
  • Vergrößerte Leberflecke: Bilden sich auf der Haut innerhalb kurzer Zeit Leberflecke, oder es vergrößern sich vorhandene Muttermale, sollte dies von einem Hautarzt unter die Lupe genommen werden. Behandelt man sie zu spät, kann es schlimmstenfalls zum schwarzen Hautkrebs kommen.
  • Gallensteine: Sie zeigen sich in Form von starken Schmerzen im rechten Oberbauch. Hören sie nicht mehr auf, besteht unter Umständen eine Entzündung, die unbedingt behandelt werden sollte. Je nachdem kann es auch erforderlich sein, die Galle komplett zu entfernen, um die Schmerzen zu eliminieren.
  • Blinddarm: Ähnlich wie bei der Galle, treten auch hier Schmerzen auf, die sich besonders im rechten Unterbauch bemerkbar machen. Wird solch eine Entzündung nicht behandelt, breiten sich die Schmerzen aus und gelangen ins Bauchfell.
  • Besuche beim Frauenarzt: Tauchen nach den Wechseljahren unter Umständen Blutungen auf, kann dies ein Zeichen für eine schwerwiegende Erkrankung sein. Nimmt dann auch noch der Bauchumfang zu, ist es unabdingbar, einen Gynäkologen aufzusuchen. Selbstverständlich sollte auch der regelmäßige Kontrolltermin bei einer Schwangerschaft in Anspruch genommen werden. Denn sowohl im ersten, zweiten und dritten Drittel sind die entsprechenden Vorsorgetermine unverzichtbar.

All die geschilderten Situationen sind ein guter Grund dafür, einen Arzt aufzusuchen. Denn häufig entscheiden Minuten oder Stunden darüber, ob die eigene Gesundheit zu retten ist, oder ob das Problem schwerwiegende Folgen verursacht.

Video-Sprechstunde ist schwer im Kommen

Als Alternative zum gewöhnlichen Telefon bieten immer mehr Ärzte während der Pandemie Video-Termine an. Dank dieser ist es oftmals möglich, per Webcam eine Diagnostik anzustreben. Besteht zum Beispiel ein Problem mit der Haut, ist es für den Arzt ganz einfach möglich, die betroffenen Hautareale zunächst einmal grob in Augenschein zu nehmen.

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Eine Pulsuhr spielt bei dieser Form der Diagnostik eine bedeutende Rolle. Immer mehr Menschen tragen heutzutage eine Smartwatch, die Gesundheitsdaten erfasst, den Puls, sowie den Blutdruck misst und ein fachkundiger Arzt diese ohne Mühe auswerten kann. Ist eine weitere Diagnostik erforderlich, bestellt er seinen Patienten schließlich in die Praxis.

Tipp: Diese Vorgehensweise ist besonders bei kleineren Erkrankungen angeraten. Bei akuten Beschwerden sollte man hingegen nicht zögern, direkt die Praxis aufzusuchen.

Fazit

Es ist verständlich, dass zu Zeiten von Corona eine gewisse Furcht vor einer Ansteckung besteht. Den Arztbesuch sollte man deswegen jedoch nicht vollständig ausklammern, sondern bei bestimmten Symptomen eine Behandlung in Anspruch nehmen. Unter Umständen rettet diese sogar das eigene Leben und sorgt dazu auch noch für eine gewisse Prophylaxe. Denn nur wer gesund ist, besitzt einen besseren Schutz vor einer Infektion.

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Fassen wir zum Schluss noch die Vor- und Nachteile zusammen, die man hat, wenn man trotz der Pandemie zum Arzt geht:

  • Schwerwiegende Beschwerden werden frühzeitig behandelt.
  • Schwerere Erkrankungen werden vermieden.
  • Die eigene Gesundheit profitiert davon.
  • Je nach Handhabung in der Praxis besteht unter Umständen eine Infektionsgefahr.

Bildnachweise: Adobe Stock / luismolinero, Amazon / iMusi

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