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Puls zu niedrig: was tun?

Cicmod PulsuhrenDass ein zu hoher Puls gepaart mit weiteren Symptomen wie Atemnot oder Brustschmerzen ein schlechtes Anzeichen für die körperliche Verfassung ist und dringend einer medizinischen Behandlung bedarf, wissen die Meisten. Dass auch ein niedriger Puls unter Umständen gefährlich sein kann, jedoch die Wenigsten. Als kritischer Wert für den Ruhepuls gilt ein Wert von unter 40 Schlägen pro Minute. Tritt ein solch niedriger Puls bei Ihnen nur einmalig ohne weitere Symptome auf und Sie fühlen sich ansonsten wohl, ist die Ursache zumeist harmlos. Erfahren Sie nun mehr über den Zusammenhang zwischen Puls und Herzschlag, wann Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen sollten und was Sie selbst tun können, um Ihrem Herz auf die Sprünge zu helfen.

Zwischen 60 und 70 Schlägen pro Minuten gelten als normal

Puls zu niedrig: was tun?Der Ruhepuls eines Erwachsenen sollte einen Wert zwischen 60 und 70 Schlägen pro Minute aufweisen. Ab einem Wert von 100 spricht man von einem zu hohen, ab einem Wert von 40 von einem zu niedrigen Puls. Genau genommen ist der Herzschlag nicht der Puls. Das Herz pumpt in bestimmten Abständen sauerstoffreiches Blut in den Körper, welches in die Arterien gelangt und dort als Puls ertastet werden kann. Funktionieren Herz und Arterien gleichermaßen gut, nehmen Herzschlag und Puls zwar dieselben Werte an, sind aber nicht exakt dasselbe.

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Hinweis: Der Puls wird in der Regel an Arterien gemessen, die sehr dicht unter der Haut liegen. Bekannt ist die Pulsmessung seitlich am Hals oder am Handgelenk. Falls Sie keine Pulsuhr besitzen, dann können Sie Ihren Puls mit dem Zeige- und Mittelfinger an diesen Stellen ertasten und für eine Minute die Schläge zählen. Alternativ genügen auch 15 Sekunden, die Sie mit vier multiplizieren. Nehmen Sie für die Pulsmessung niemals den Daumen! Durch den starken Eigenpuls können die Werte verfälscht werden.

Wann ein niedriger Puls normal ist

Im Schlaf fallen die Werte von Herzschlag und Puls ab. Kurz nach dem Aufwachen können Werte von unter 40 oder sogar nur 40 Schlägen pro Minute durchaus normal sein. Ebenfalls als normal gilt ein niedriger Puls bei Leistungssportlern oder sehr ambitionierten Freizeitsportlern. Durch den trainierten Herzmuskel pumpt das Herz deutlich effektiver Blut in den Körper und nur wenige Schläge genügen, um den Körper mit Sauerstoff zu versorgen.

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Mit einer Pulsuhr mit oder ohne Brustgurt lässt sich der Wert noch einfacher ermitteln als mit der Fingermessung. Ein niedriger Puls allein, der nur gelegentlich auftritt, ist zumeist kein Grund zur Sorge. Erst wenn der Puls unregelmäßige Wert aufweist oder weitere Symptome hinzukommen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Wie entsteht ein zu niedriger Puls?

Herzschlag und Puls werden vom so genannten Sinusknoten bestimmt. Der Sinusknoten besteht aus einer Ansammlung spezieller Zellen, die mit Hilfe elektrischer Signale den Takt für unser Herz-Kreislauf-System vorgeben. Sind die elektrischen Leitungen blockiert, kann ein zu niedriger Puls die Folge sein. Allerdings geht die Ursache für einen niedrigen Puls nicht immer vom Herzen aus. Weitere mögliche Ursachen werden in der nachstehenden Tabelle ein wenig näher erläutert:

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Mögliche Ursache Erläuterungen
Medikamente Bestimmte Medikamente können das Herz aus dem Takt bringen. Hierzu zählen unter anderem Blutdruckmedikamente wie Betablocker, Clonidin oder Diltiazem. Suchen Sie Ihren Arzt auf, falls Sie einen zu niedrigen Puls an sich bemerken. Eventuell muss Ihre Medikamentendosis neu eingestellt werden.
Schilddrüsenunterfunktion Bei einer Schilddrüsenunterfunktion ist das gesamte Hormonsystem gestört. In der Folge verlangsamt sich der Stoffwechsel und der Puls kann sich verlangsamen.
Unterkühlung Bei einer Unterkühlung verlangsamt sich der Stoffwechsel ebenfalls, um alle lebensnotwendigen Funktionen aufrechterhalten zu können. Wird die Unterkühlung behandelt, normalisieren sich Herzschlag und Puls schnell wieder.
Infektionskrankheiten Auch bestimmte Infektionskrankheiten können mit einem niedrigen Puls einhergehen. Hierzu zählen beispielsweise Thyphus oder Gelbfieber. Eine solche Infektionskrankheit geht allerdings mit schwerwiegenden Symptomen wie hohem Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen einher.

Zu niedriger Puls: wann zu Arzt?

Einen Arzt sollten Sie immer dann aufsuchen, wenn sich neben dem niedrigen Puls weitere Symptome zeigen. Beispiele hierfür sind:

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  • Müdigkeit
  • Schwäche
  • Schwindel
  • Sehstörungen
  • Brustenge / Atembeschwerden
  • Kalter Schweiß
  • Angstzustände
  • Fieber

Hinweis: Manche Menschen empfinden ihren Pulsschlag nur als zu niedrig, obwohl er sich im Normalbereich befindet. Hier kann eine Pulsmessung mit den Fingern oder mit Hilfe einer Pulsuhr Abhilfe schaffen. Passen Sie einen ruhigen Moment ab oder messen Sie den Puls direkt nach dem Aufstehen, um einen zuverlässigen Wert zu ermitteln.

Vor- und Nachteile einer Pulsuhr bei zu niedrigem Puls

  • Pulsmessung in regelmäßigen Abständen
  • Überblick über Verschlechterungen und Verbesserungen per App oder am PC
  • zusätzliche Kontrolle kurz nach dem Aufstehen oder bei Belastungen
  • Herausbildung eines besseren Körpergefühls
  • günstigere Modelle für das Handgelenk können ungenaue Werte liefern
  • bei Grunderkrankungen ist dennoch eine regelmäßige ärztliche Kontrolle notwendig

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