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Puls zu hoch: was tun? – mit einfachen Maßnahmen zum optimalen Ruhepuls

Ein normaler Ruhepuls schlägt 60 bis 70 Mal pro Minute. Steigt die Herzfrequenz auf über 100 Schläge pro Minute an, spricht die Medizin von einer Tachykardie. Dieser schnelle Puls ist in den meisten Fällen kein Grund zur Besorgnis. Tritt eine Tachykardie jedoch häufiger oder aus dem Nichts heraus auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wie sich der Puls vom Herzschlag unterscheidet und was Sie selbst tun können, um Ihren Puls möglichst ruhig zu halten, erfahren Sie im nachstehenden Ratgeber.

Wie wird der Puls gemessen?

Theoretisch kann der Puls an jeder Arterie gemessen werden. Dort, wo die Arterien ziemlich dicht unter der Haut liegen, gelingt das Pulsmessen am besten. Die beliebtesten Stellen für eine Pulsmessung mit dem Zeige- und Mittelfinger sind seitlich am Hals oder am Handgelenk. Ebenfalls möglich ist eine solche Messung in der Leiste oder in Kniekehle. Sie müssen dabei nicht zu fest zudrücken. Legen Sie Ihre Finger einfach auf die pochende Stelle und zählen Sie 15 Sekunden lang die Schläge. Danach multiplizieren Sie den ermittelten Wert mit vier und haben Ihren Ruhepuls ermittelt.

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Hinweis: Benutzen Sie für die Pulsmessung am Hals oder dem Handgelenk nicht den Daumen. Der Daumen hat einen starken Eigenpuls, weshalb Sie beim Messen den falschen Wert ermitteln könnten.

Und noch ein Tipp: Falls Sie Ihren Puls regelmäßig messen und kontrollieren möchten, dann empfiehlt sich die Messung immer zur gleichen Tageszeit. Den Ruhepuls messen Sie am besten direkt nach dem Aufwachen noch vor dem Aufstehen.

Wer einen Pulsuhr, ein Blutdruckmessgerät oder eine Smartwatch mit entsprechender Funktion besitzt, kann selbstverständlich diese Geräte für seine Pulsmessung nutzen.

Puls und Herzschlag: unmittelbar miteinander verbunden, aber nicht dasselbe

Puls und Herzschlag sind entgegen der weitläufigen Meinung nicht dasselbe. Der Herzschlag bezeichnet die Anspannung des Herzmuskels, mit Hilfe dessen sauerstoffreiches Blut in die Arterien des Körpers gepumpt wird. Der Puls bezeichnet die Auswirkung der Herzschläge auf die Arterien außerhalb des Herzens. Bei einem gesunden Menschen sind die Schläge des Herzens und die des Pulses gleich. Weichen Herzschlag und Puls voneinander ab, handelt es sich um eine Art einer Herzrhythmusstörung.

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Hinweis: Wenn Sie sich einen Pulsuhr mit Brustgurt zugelegt haben, dann misst Ihr Gerät nicht den Puls, sondern den Herzschlag und müsste genau genommen Herzschlaguhr heißen.

Gründe für einen zu hohen Puls

Die Gründe für einen zu hohen Pulsschlag sind vielfältig und zumeist einfach zu erklären. Hierzu muss man wissen, dass sich das Herz den äußeren Belastungen anpasst. Bei Sport oder anderen körperlichen Anstrengungen benötigen die Muskeln mehr Sauerstoff und der Pulsschlag erhöht sich, um mehr sauerstoffreiches Blut in den Körper pumpen zu können. Insgesamt können folgende Ursachen für einen zu hohen Puls verantwortlich sein:

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  • Sport
  • Körperliche Anstrengung
  • Stress
  • Fieber

Die oben aufgelisteten Gründe für Herzrasen können als normale körperliche Reaktion gewertet werden. Kommen Begleiterscheinungen wie Brustschmerzen, Atemnot oder ein Angstgefühl hinzu, sollten Sie allerdings dringend einen Arzt aufsuchen. Gleiches gilt, wenn das Herzrasen regelmäßig auftritt oder grundlos beginnt.

Was kann man selbst gegen einen zu hohen Puls tun?

Schnellt der Puls durch Sport oder körperliche Anstrengung in die Höhe, so empfiehlt sich eine kleine Ruhepause. In der Regel wird der Puls sodann von ganz alleine langsamer. Gleiches gilt für Stresssituationen oder ein emotional belastendes Ereignis. Versuchen Sie sich zu beruhigen und eine kleine Pause einzulegen. Mitunter hilft ebenso ein Gespräch mit einem Familienmitglied oder einem guten Freund.

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Bei Fieber ist eine Beschleunigung des Pulses eine völlig normale Reaktion. Durch die erhöhte Körpertemperatur weiten sich die Blutgefäße und sorgen damit für stabile Kreislaufverhältnisse. Fieber sollte stets mit Bettruhe behandelt werden. Steigt die Temperatur über 39 Grad an, ist die Einnahme eines fiebersenkenden Medikamentes sinnvoll.

Vorbeugende Maßnahmen gegen einen zu hohen Pulsschlag

Damit das Herz möglichst lange gesund und der Pulsschlag möglichst lange im idealen Bereich bleiben, können Sie einige vorbeugende Maßnahmen treffen. In der nachstehenden Tabelle sollten einige dieser Maßnahmen ein wenig näher erläutert werden:

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Vorbeugende Maßnahme Erläuterungen
Verzicht Alkohol und Zigaretten Alkohol und Zigaretten wirken sich negativ auf die Gefäße und damit auch auf das Herz aus. Entsprechend kann der Grund für einen zu hohen Puls ein übermäßiger Konsum dieser beiden Genussmittel sein.
Geringer Konsum von Kaffee Ebenfalls den Puls beschleunigen kann Kaffee. Während ein bis zwei Tassen am Tag kein Problem sind und für den nötigen Kick sorgen, sind vier oder fünf Tassen für die meisten Menschen zu viel.
Gesunde Ernährung Ein übermäßiger Konsum von zucker- und fetthaltigen Speisen kann durch die Belastung des Verdauungssystems kurz nach dem Essen zu einem erhöhten Puls führen. Eine dauerhaft ungesunde Ernährung führt zu Problemen mit den Gefäßen, die sich ebenfalls auf die Höhe des Pulsschlags auswirken können.
Moderate Bewegung Bewegung fördert die Durchblutung und ist gut für das Herz. Da das Herz im Wesentlichen ein Muskel ist, wird dieser bei jeder Form der Bewegung mittrainiert. Dies ist der Grund dafür, dass Sportler zumeist einen deutlich niedrigeren Ruhepuls aufweisen als Menschen, die sich kaum oder gar nicht bewegen.
Entspannungsübungen Entspannungsübungen wie die progressive Muskelentspannung, Yoga oder Meditation helfen vor allem gestressten Menschen, den Pulsschlag zu normalisieren.

Hausmittel gegen einen zu hohen Puls

Wessen Puls regelmäßig aufgrund von Stress oder Belastung nach oben schnellt, kann das eine oder andere Hausmittel zu sich nehmen, um seine Herzgesundheit zu stärken. Zu diesen zählen unter anderem:

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  • Zimt
  • Baldrian
  • Weißdorn
  • Lebensmittel mit hohem Anteil an Magnesium (Hülsenfrüchte, Nüsse, Magnesium, etc.)

Die Vor- und Nachteile gegenüber Präparaten aus der Apotheke sind:

  • keine Zusatzstoffe
  • günstig erhältlich
  • können einfach in den Alltag integriert werden
  • kaum Nebenwirkungen zu erwarten
  • bei Zimt ist eine Überdosierung möglich (nie mehr als 2 g pro Tag einnehmen!)
  • ein gutes Gespür für den eigenen Körper ist notwendig
  • ernsthafte Erkrankungen oder Herzprobleme können mit Hausmitteln nicht behandelt werden und bedürfen einer regelmäßigen medizinischen Kontrolle

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